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Mindestens 25 Jahre – bzw. 15 Jahre beim Eintritt in den Ruhestand – muss jemand in Diakonie oder Kirche tätig gewesen sein, um eine Kronenkreuz-Anstecknadel sein eigen nennen zu dürfen. In der Diakonie Stetten sind es in diesem Jahr weitere 39 Frauen und Männer. „Die Zahl der Jubilare nimmt ja von Jahr zu Jahr zu, was für uns ein Zeichen von Qualität ist“, stellte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hanns-Lothar Förschler bei der Festveranstaltung im „La Salle am Schloss“, dem Restaurant/Cafe der Diakonie Stetten, fest. Gerade für die betreuten Menschen mit Behinderungen bedeute diese Kontinuität und Zuverlässigkeit einen hohen Wert. Dies entspricht 1.030 Jahren Mitarbeit in der Diakonie, wie Dr. Jan Wittig errechnet hatte. Die hervorragende Mitarbeiterschaft der Diakonie Stetten, so der Verwaltungsratsvorsitzende in seinem Grußwort, sei ein Garant für den Fortbestand der Einrichtung und Voraussetzung für deren Möglichkeit Menschen Arbeit zu geben.
Letztmalig nahm Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten und zukünftiger Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, an der Kronenkreuzverleihung teil. In seiner Festansprache ging er auf grundlegenden Fragen des diakonischen Dienstes ein. Pfarrer Kottnik sprach von der „zupackenden Diakonie“, die nicht lange fragt, sondern sieht, was zu tun ist und handelt. „Mir geht es um den Geist, der dabei zum Ausdruck kommt“, so Klaus-Dieter Kottnik. Der Umgang mit Menschen im diakonischen Dienst verlange Respekt und die Anerkennung von Selbstbestimmung. Neben Sachlichkeit und Fachlichkeit gelte es, sich Menschen in Liebe zuzuwenden.
Genau dafür, dankte Blaschenka Merschilz-Sachs, die Vorsitzende der Vertretung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (MAV) den Geehrten: „Wir haben hier Menschen, die treu, zuverlässig und selbstverständlich ihr fachliches Know-how, ihren Erfahrungsschatz, ihr Menschsein und ihre christlichen Grundwerte einbringen“.
Einen Einblick in die Vergangenheit gaben zwei der Geehrten: Heike Adis, Mitarbeiterin der Remstal Werkstätten, beschrieb in einem fiktiven Zwischenzeugnis, das sie sich selbst ausstellte, was im diakonischen Dienst noch wichtig ist: ein dickes Fell, Engelsgeduld und ein breiter Rücken. Der in der Seniorenarbeit tätige Mitarbeiter, Egbert Schmoll, beschrieb mit seinem selbstverfassten Gedicht „Von guten Mächten“ den Dienst in Stetten.
Würdig umrahmt wurde die Kronenkreuzverleihung mit festlicher Kammermusik von einer Formation um den Dozenten der Ludwig Schlaich Schule, Stefan Baumgärtner. Und auch durch die Hauswirtschaft der Diakonie Stetten, die die Gäste mit ansprechender Dekoration und einem kulinarischen „Streifzug durch Spanien“ verwöhnte und so ihre Wertschätzung den Kolleginnen und Kollegen gegenüber sinnlich erfahrbar machte.
Text: Karin Neufert
Foto: Eberhard O. Brachhold
Für 25-jährige Mitarbeit in Kirche und Diakonie wurden ausgezeichnet:
Karl Beck (Althütte) und Ursula Hagenlocher (Kernen) vom Ärztlichen Dienst; Günter Bienert (Rudersberg), Renate Geiger (Kernen), Elisabeth Hohner (Schorndorf), Herbert Huber (Marbach), Michael Knödler (Urbach), Herbert Mayer (Schorndorf), Rudolf Müller (Lorch), Christoph Rommel (Lorch), Günther Schwarz (Hüttlingen), Klaus Sprang (Stuttgart) und Marija Stephani (Welzheim) aus dem Berufsbildungswerk; Heike Adis (Stuttgart), Gerd Gavanda (Weinstadt), Eva-Maria Leitner (Remshalden) und Walter Sieber (Korb) von den Remstal Werkstätten; Heidrun Lutz (Remshalden) und Maria Schnabel (Weinstadt) von der Theodor Dierlamm Schule; Gebhardt Heckel (Berglen), Dr. Ulrich Raichle (Stuttgart) und Manfred Sosnik (Kernen) aus Verwaltung und Betrieben sowie vom Bereich Wohnen und Förderung: Siegrid Asante (Waiblingen), Silke Cera (Schlierbach), Klaus Himmler (Weinstadt), Gerd Krämer (Waiblingen), Brigitte Kurz (Leutenbach), Sabine Maier-Ehnert (Waiblingen), Martin Meyer (Kernen), Barbara Porubek (Waiblingen), Monika Reusch (Kernen), Egbert Schmoll (Schorndorf), Heidi Schwarzenberger (Aichwald), Elisabeth Schwarz-Wagner (Stuttgart) und Erika Stiefel (Kernen).
Für mindestens 15-jährige Mitarbeit in Kirche und Diakonie vor Eintritt in den Ruhestand wurden ausgezeichnet:
Christa Hartmann (Kernen) von den Remstal Werkstätten Ernst Ade (Waiblingen) aus Verwaltung und Betrieben sowie Hanna Klein (Kernen) und Brigitte Schultheiss (Aichwald) vom Bereich Wohnen und Förderung.